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07. April 2020

Eine Idee verändert die Industrie

Scansonic, die Keimzelle der B.I.G., feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Mit den Laserbearbeitungsoptiken der ALO-Serie eröffnete das Unternehmen völlig neue Möglichkeiten im laserbasierten Fügen von Metall. Heute erzielen Scansonic-Kunden mit innovativen Bearbeitungsköpfen zum Laserfügen, Laserhärten und Laserschneiden sowie mit optischer Sensorik höchste Qualität in ihrer Fertigung. Zu den Kunden gehören unter anderem nahezu alle namhaften Automobilhersteller weltweit.

Vor 20 Jahren gründete Maschinenbauingenieur Igor Haschke die Scansonic GmbH. Der erste Kunde war gleich ein Schwergewicht: Für Volkswagen entwickelte das Start-up in Rekordzeit eine völlig neuartige Bearbeitungsoptik für das präzise Löten von Karosserien mit Laser – zu der Zeit noch ein relativ neues Werkzeug in der Produktion. Mit ihrer taktilen Nahtführung setzen die ALO-Modelle (Adaptive Laseroptik) bis heute unerreichte Standards in der Industrie und speziell im automobilen Karosseriebau. Rund 3.300 Optiken der ALO-Reihe wurden bisher ausgeliefert. Die Anwender schätzen vor allem die perfekte Nahtqualität, die teure Nachbearbeitung überflüssig macht und Designern größere Gestaltungsspielräume eröffnet.

Die Nachfrage nach den neuartigen Laserbearbeitungsoptiken war groß, das Unternehmen wuchs schnell und lieferte seine Produkte in die ganze Welt. Beinahe alle namhaften internationalen Automobilhersteller zählten bald zu den Scansonic-Kunden. Das Sortiment wurde ergänzt um vielfältig konfigurierbare Bearbeitungsoptiken für das Laserschweißen, Laserhärten und Laserschneiden sowie um optische Sensorik.

Ein aktueller Schwerpunkt sind Anwendungen u.a. in der Elektromobilität. So sorgt zum Beispiel die RLW-S für punktgenaues Remoteschweißen von Kupfer-Hairpins, die ALO4 für crashsichere Nähte von Batteriekästen in Elektroautos.

Das 2002 eingerichtete Laserlabor von Scansonic wurde mittlerweile zu einem der größten Laserapplikationszentren weltweit ausgebaut. Hier entsteht Prozess-Know-how, hier werden neue Optiken auf Herz und Nieren geprüft, sowie hochmoderne Applikationen und Fertigungsansätze gemeinsam mit Kunden entwickelt und getestet.

Seit über zehn Jahren ist Scansonic über seinen internationalen Vertriebs- und Servicepartner Abicor Binzel in mehr als 50 Ländern vertreten.

Am Standort Berlin arbeiten heute bei Scansonic rund 120 Mitarbeiter in Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Als Teil der Berlin.Industrial.Group. kann sich die Firma so fast ausschließlich um die wertschöpfenden Tätigkeiten kümmern.

„Unsere agile Arbeitsweise aus den Anfangstagen haben wir uns bis heute erhalten“, erklärt Gründer und heutiger Gesellschafter Igor Haschke. „Wir verstehen uns hierbei als Entwicklungspartner an der Seite unserer Kunden“, ergänzt Geschäftsführer Dr. Florian Albert.

Die erste Adaptive Laserbearbeitungsoptik von Scansonic, die ALO1. Die taktile Nahtführung mit Hilfe eines Zusatzdrahts ermöglichte Löt- und Schweißnähte von bis dahin unerreichter Präzision.
Das Schweißen von Kupfer-Hairpins für Elektromotoren stellt hohe Anforderungen an die Systemtechnik. Scansonic entwickelte dafür seine neue Remote-Schweißoptik RLW-S.
Seit 20 Jahren bewähren sich die Laseroptiken von Scansonic und setzen weltweit zum Beispiel im Karosseriebau Standards. Das Flaggschiff von Scansonic, die ALO-Familie, erlaubt die definierte Einstellung sämtlicher prozessrelevanter Parameter hinsichtlich Nahtführung und führt damit zu einem optimalen Lötergebnis.