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20. October 2020

Dual studies at B.I.G. – our talent duo reports

Vanessa and Eduard are studying a dual bachelor's degree in mechanical engineering - design and manufacturing. In the 3-year course you alternate between the theoretical phases that are completed at the HWR Berlin and the practical phases that are completed at the Berlin.Industrial.Group. The new semester started in August and we are interested to see how it goes.

Our two dual students Vanessa and Eduard experience many interesting areas of the B.I.G. in their practical phases.

(Interview in German language)

Hallo Vanessa und Eduard, erzählt doch einmal kurz, warum ihr euch für dieses besondere Studium entschieden habt.

Vanessa: Ich war vorher schon bei der B.I.G. für ein Praktikum im Controlling, als ich in meinem ersten Bachelor-Studium Finanzen studierte. Meine Bachelor-Arbeit habe ich zum Thema Innovationscontrolling geschrieben. Der technische Teil hat mich dabei sehr interessiert. Die Produkte der Unternehmen Scansonic und GEFERTEC fand ich total spannend. Da war für mich klar, dass ich mich gerne im Ingenieurbereich weiterentwickeln möchte. Ein Studium ohne den weiteren praktischen Bezug wäre für mich dabei nicht in Frage gekommen.

Eduard: Maschinenbauingenieur wollte ich schon sehr lange werden. Das duale Studium bietet mir durch den praktischen Anteil da einfach mehr Abwechslung. Eine konkrete praktische Aufgabe zu lösen, das macht für mich den besonderen Reiz aus.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

V: Jedes Semester gibt es je eine Theorie- und eine Praxisphase. Zu Beginn ist die Theoriephase etwas länger, es ist eine Art Grundstudium. Zum Ende hin gibt es mehr praktische Vertiefungen und etwas längere Phasen im Unternehmen. Das bietet die Chance, intensiver in Projekte einzusteigen.

E: Genau, das Studium verläuft vom zunächst Allgemeinen immer stärker in die Spezialgebiete. Zum Ende hin wählt man Vertiefungsfächer wie KFZ-Technik, Verfahrenstechnik, Pneumatik und noch viele weitere.

Was gab den Ausschlag sich bei der B.I.G. zu bewerben?

V: Erst durch die Produkte der B.I.G. bin ich überhaupt auf die Schiene gekommen, ein Maschinenbaustudium zu beginnen. Daher war es für mich ein klarer Wunsch, auch weiterhin den intensiven Praxisbezug zu erhalten. Die Gespräche mit dem HRM und den Fachbereichen liefen sehr gut und alle waren total offen, mir diese Möglichkeit zu geben.

E: Über eine Empfehlung und dann eine Initiativbewerbung. Bei einem Rundgang durch die Abteilungen am Campus habe ich gesehen, dass es sehr vielschichtig ist, das war interessant. Ich bin generell sehr neugierig und sehr froh, dass es mit der Stelle geklappt hat.

Wie sind eure Eindrücke vom Praxisteil hier bei der B.I.G. und was waren eure spannendsten Projekte bislang?

V: Alles ist super vielseitig und die Projekte sehr verschieden. Ich würde sagen, die Kombination macht es, und man kann in die Arbeit toller Teams reinschnuppern. Meine erste Praxisphase ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben, weil es mein erstes Projekt im Rahmen dieses Studiums war. Hier hatte ich die Vorrichtung zur Einmessung der Scansonic Laser-Schneidoptik verbessert, was total interessant und spannend war.

E: Ich hatte bisher zwei Praxisphasen in meinem ersten Jahr. In der ersten Phase habe ich eine Einspannvorrichtung konstruiert für die 3D-Metall-Drucker von flying-parts. Nachdem ich die Konstruktionszeichnungen erstellt hatte, wurde in Abstimmung mit der Werkstatt und dem LAC ein Prototyp gebaut. Danach gab es eine Reihe von Tests im Drucker, die erfolgreich abgeschlossen wurden. In der zweiten Praxisphase war ich bei Metrolux. Dort habe ich mich für die optischen Messsysteme mit Filtern zum Abschwächen von Laserstrahlen beschäftigt. Dabei habe ich die Konstruktionszeichnungen auf Basis von CAD-Daten angepasst und die Arbeitsanweisungen aktualisiert, um die Montage der Geräte zu vereinfachen.

Was zeichnet für euch die Berlin.Industrial.Group. aus?

V: Besonders für mich ist, dass es eine vielseitige Unternehmensgruppe ist. Alle hier sind total offen, und ich gewinne täglich viele neue Einblicke. Es herrscht eine gute Zusammenarbeit, auch team- und unternehmensübergreifend. Ich mag diese lockere und kollegiale Art. Dadurch kann ich das Erlernte gut anwenden. Man kann schnell seine Fragen loswerden und muss nicht lange auf einen Termin warten. Es gibt nur wenige Hierarchien. Auf den Berufseinstieg fühlt man sich gut vorbereitet. Ich kann selbst mitbestimmen, welche Teams und welche Arbeiten ich unterstütze. Auch bei Fragen rund um meine Studienfächer bekomme ich von allen Seiten Unterstützung und wertvolle Tipps. Die flexiblen Arbeitszeiten sind auch gut, um Studium, Arbeit und Privatleben unter einen Hut zu bekommen.

E: Dem kann ich mich nur anschließen. Für mich ist die Modernität beeindruckend, so wird überall geduzt, es gelten keine Kleidungsvorschriften und die Hierarchien sind eben sehr flach. Auch die Arbeitsplätze, Werkzeuge und Anlagen sind modern.

Dieses Jahr ist alles andere als gewöhnlich, die Corona-Pandemie hat nicht zuletzt unsere Arbeitswelt stark geprägt. Wie beeinflusste euch diese Situation?

V: Chaotisch, weil ich mitten in der Klausurphase war, als die Pandemie kam, aber die Hochschule hat hier gute Lösungen gefunden, zum Beispiel Online-Vorlesungen. Für meine geplante Praxisphase war es etwas traurig. Ich war für den technischen Kunden-Service im Auftrag von Scansonic vorgesehen und hatte mich schon auf spannende Projekt gefreut. Aber Kundenbesuche waren wegen der Corona-Krise und den Lockdowns dann leider nicht möglich. Stattdessen bin ich in die Produktentwicklung von Metrolux gegangen und habe Product Ownerin Rabea beim Projekt der Produktionsverlagerung von Göttingen nach Berlin unterstützt. Das Team hat mich auch super aufgenommen. Das ist das Flexible an der Gruppe, man findet schnell interessante Aufgaben.

E: In der Hochschule mussten wir viel digital machen, dadurch individuell durch die Theorie hangeln, was sehr zeitintensiv war. Die Vorlesungszeiten waren zum Teil um 6 Uhr früh und am Wochenende, um Problemen mit den überlasteten Netzwerken zu umgehen. Im Betrieb waren weniger Kolleg*innen anzutreffen als gewohnt.

Vanessa, du startest im Herbst in dein letztes Studienjahr, was steht für dich auf dem Plan und weißt du schon, wie es danach weitergeht?

V: Ich werde meine Bachelorarbeit schreiben und möchte anschließend meinen Master im Wirtschaftsingenieurwesen machen. So verbinde ich dann meine Vorkenntnisse aus den beiden Bachelor-Studiengängen Finanzen und Maschinenbau. Ich hoffe auch, dass ich die beiden Fachrichtungen später in meinen Job weiter verknüpfen kann.

Eduard, du hast jetzt noch knapp zwei Studienjahre vor dir. Hast du schon einen Vorstellung, in welche Richtung du dich entwickeln möchtest?

E: Auf jeden Fall möchte ich im Bereich Konstruktion & Entwicklung arbeiten. Ich finde es einfach spannend, Probleme zu lösen. Mir macht es großen Spaß, Dinge auszuprobieren, neue Ansätze zu finden und diese dann umsetzen. Bis dahin versuche ich in den verschiedenen B.I.G.-Bereichen noch viel zu entdecken.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für das neue Semester und euren weiteren Weg bei der B.I.G.!